Freitag, 1. April 2011

ADELE HAT EINEN FAN MEHR



© alle Fotos von CHRISTOPHER MACSURAK

Noch vor ein paar Jahren konnte man mich als echten Chartexperten bezeichnen. Ich kannte nicht nur sämtliche noch so bekloppte Songtexte fragwürdiger Künstler auswendig. Ich wusste teilweise sogar, was zu welcher Songminute in dem passenden Video dazu passiert. Es iging einfach so. Ich hab mich dafür nicht anstrengen müssen. Mein Hirn war gemacht für jede Art von Infos guter und (leider auch) schlechter Musik.

Heute ist das ein bisschen anders. Ohne MTV und VIVA bekomm ich nüscht mehr mit. Radio hör ich traurigerweise auch nicht mehr. Seit mein kleiner, klappriger Peugeot 2005 seinen Auto-Tod starb, wüsste ich nicht, wann ich ne mal ne Möglichkeit hätte das Radio anzustellen.

Natürlich bin ich – allein schon aus beruflichen Gründen – trotzdem ganz gut über die neusten Bands und Sänger informiert. Aber im Laufe der Jahre hat sich bei mir ne Allergie gegen Chartsmucke entwickelt. Besonders schlimm find ich diesen Neo-Eurodance-Trend, den RIHANNA und USHER gerade mitmachen.

Nur so ist es zu erklären, dass ich ADELE überhaupt nicht auf dem Schirm hatte. Klar kannte ich ihren Hit »Chasing Pavements« und den Song »My Same«, den LENA bei »Unser Star für Oslo« sang. Aber ihr Album »21« ging komplett an mir vorbei. Wahrscheinlich, weil es sich auf Platz 1 der Charts gemütlich machte und ich dachte, dass es dann eh Mist sein muss.

Aber das ist es natürlich nicht! Nach Millionen von Menschen hab ich das dann vor ein paar Wochen auch geschnallt.  Adeles Album steht brav in der Favoriten-Liste meines iPods und die Songtexte sitzen auch schon ganz gut. Als sich die Britin mit der großen Stimme für ein Konzert in der Hauptstadt anmeldete, gab's bei mir natürlich kein Halten mehr.

HIER der Konzertbericht (an dieser Stelle sei Nadine ganz herzlich für ihre Zuarbeit gedankt!):

»Adele in Berlin: Große Stimme auf
kleiner Bühne«, © SUPERillu.de 2011